Amann Communications Fiona, die Texterin ... und aus Ideen werden Worte und mehr

Leseprobe Webtext

Webtext. Botschaften, auf den Punkt gebracht.

Alles, was Sie bisher in Sachen Werbetext gelernt haben, gilt auch für Webtext. Sie müssen also keineswegs eine neue Sprache erlernen. Verkaufsstarke Texte im Internet, und darum geht es hier schließlich, basieren auf denselben Regeln, die bereits seit Jahrzehnten in der Direktwerbung bzw. im Dialogmarketing gelten: Die AID(P)A-Formel Attention/Advantage – Interest – Desire – (Proof) und Aktion führen Leser durch erfolgreiche Mailings ebenso wie durch Websites. Das verwundert auch nicht, denn schließlich ist das Medium Website prädestiniert für den direkten Kundendialog.

Attention & Advantage:

Wie erreichen wir die Aufmerksamkeit im Internet? Manche Mediengestalter setzen auf farbenfrohe, datenschwere und leider ziemlich inhaltsarme Animationen und Bilder. Eine Idee, die in den meisten Fällen gnadenlos zum Scheitern verurteilt ist. Je länger die Animation oder je größer das Bild, desto mehr Surfer klicken weg, bevor die Seite geladen ist. Diese Reaktion verhindern Sie nur dann, wenn der Besucher innerhalb weniger Augenblicke erfährt, warum der Klick sich lohnt. Es ist wie mit den gestalteten Briefumschlägen, die dem Adressaten mit einem Blick vermitteln: „Mach mich auf (folge mir), denn hier steckt eine wertvolle, lustvolle, unterhaltsame oder wichtige Information für dich drin!“ Und das schaffen Sie am ehesten mit gut gesetzten Worten.

Dazu nun ein gelungenes Beispiel:

So drastisch formuliert wurden die Konsequenzen der „Geiz-ist-geil-Mentalität“ vermutlich noch nie: Auf der DAK Hauptseite sorgt zunächst ein kleiner Ticker für Aufmerksamkeit. Der Klick darauf führt zu einer Sonderseite (Landingpage):

Geiz ist geil? Prima!

Die DAK zeigt, was aus ihrer Sicht von der allgemeinen Geiz-ist-geil-Welle zu halten ist.

Neben Banner, Buttons und Ticker sorgen pfiffig formulierte Headlines für die notwendige Aufmerksamkeit. Und das gelingt Ihnen, wenn Sie sich an diese wiederholt genannten Regeln halten:

  • In der Kürze liegt die Würze.
  • Bringen Sie den (Kunden-) Vorteil auf den Punkt.
  • Wecken Sie Emotionen.
Ansatz / Konzept Umsetzung
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Ihnen kommen die Beispiele bekannt vor? Richtig: Das Thema Headlines für Werbebriefe und Anzeigen handelt von nichts anderem. Mit einem Unterschied: Um nicht nur Menschen, sondern auch Suchmaschinen anzusprechen, sollten Sie versuchen, die entsprechenden Schlüsselworte bereits in den Überschriften oder Bildunterschriften mit einzuflechten.

Und: Noch mehr als in den Printmedien kommt es darauf an, ein Angebot schon in der Headline klar und präzise zu beschreiben. Damit Ihre Botschaft auf den „ersten Blick“ verstanden wird – oder zumindest neugierig macht.

Fazit: Attention ist gut. Wird jedoch zunehmend von Surfern ignoriert, sofern Aufmerksamkeit lediglich in Form eines zappelnden Banners oder eines schwerfälligen Flashfilms präsentiert wird. Zeigen Sie stattdessen von Anfang an die Vorteile (Advantage) des Angebots. Und zwar immer aus der Sicht des Lesers!