Fiona, die Texterin ... und aus Ideen werden Worte und mehr

Erfolgreich präsentieren am Messestand. So geht's!

Messetermine fallen nicht vom Himmel.

Universal einsetzbar

Vier Teile, die sich immer wieder anders kombinieren lassen und daher überall passen.

Falls Sie vor der spannenden Aufgabe stehen, einen erfolgreichen Messeauftritt zu organisieren, legen Sie Zettel und Stift bereit und dazu: genügend Zeit. Denn wenn ein Messestand jahrelang im Einsatz ist, sollte er mit Ruhe und Bedacht vorbereitet werden.

Im ersten Teil meiner Messe-Vorbereitung geht es um die „Hardware“ Ihrer Messe-Einrichtung. Wand- und Thekensysteme, die in unterschiedlichen Formaten, Aufführungen und Preislagen zu haben sind. Im zweiten Teil geht es um die Werbebotschaft, also um Text, Grafik und Layout.

Messebau ist kein Job für Laien

Wichtig: Wenn Sie Ihr Unternehmen im ganz großen Rahmen präsentieren möchten, sollten Sie sich vertrauensvoll an einen erfahrenen Messebauer wenden. Er berät Sie umfassend und bietet, neben einem tragfähigen Konzept auch geschultes Personal, das Ihren Messestand plant, individuell errichtet, vor Ort aufbaut und anschließend wieder abbaut. Und weil Messebau kein Job für Laien ist, fragen Sie bitte explizit nach Referenzen.

I. Das Display-System

Wählen Sie Ihr Indoor-Displaysystem (Messeset).

Der Mini-Messestand

Ideal für Freelancer & Co

Der Einsatz entscheidet: Mit einem modularen System können Sie flexibel auf unterschiedlich große Standflächen reagieren. Praktisch zum Dazustellen: tischhohe Counter bzw. Theken mit unsichtbaren Stauraum. Counter plus schmaler Standbanner ergeben zusammen bereits ein einsatzfreudiges Mini-Messeset. Stellen Sie ein oder zwei breitere Banner dazu, decken Sie bereits vier bis sechs laufende Standmeter ab. Als Freelancer oder Handwerker sind Sie so bestens ausgestattet für kleine Gewerbeschauen, Messen, Hausmessen, Informationsveranstaltungen und Verkostungen am POS.

Wenn Sie Ihren Kunden am Stand gerne etwas am PC erklären und Sie die Kosten für ein zusätzliches Stehpult vermeiden möchten, fragen Sie explizit nach einem speziellen Pultaufsatz für Theken. Nicht jeder Händler zeigt sie an vorderster Front - aber es gibt sie. Und praktisch sind sie obendrein.

Robust oder Einmal-hin-und-Wegwerfstand

Vitrinen und Showcases

Wenn Sie was zu zeigen haben.

Eine Frage persönlicher Prioritäten, Kosten und Ziele. Manche Aussteller lassen für jeden Auftritt Ihren Messestand von A-Z komplett neu konzipieren. Wenn Ihnen das zu teuer ist, achten Sie besonders auf die inneren Werte Ihres zukünftigen Messesets. Metall-, Kohlefaser- und Alustreben sind perfekt und halten viele Auf- und Abbauten aus. Hier lohnt es sich sogar, bei Produkt- oder Imagewechsel neue Drucke anzubringen. Auf dem Markt finden Sie Systeme zum Stecken, Rollen und Falten. Hinzu kommen Scherengittersysteme, die nicht nur teurer, sondern auch empfindlicher sind.

Große Unterschiede gibt es in Punkto Tragfähigkeit der Theken, Regalflächen, Vitrinen und Counter. Achten Sie bei allen tragenden Teilen, ob Holz, Aluprofile oder Metallstreben im Einsatz sind. Bevor es eine böse Überraschung gibt: Fragen Sie den Hersteller, wo die Belastungsgrenze der Auflage liegt. 80 bis 100 KG sollten das Mindeste sein.

Brillant gedruckte Displays

Großformatige Drucke faszinieren – aber nur wenn die Qualtität stimmt. Lassen Sie sich von unterschiedlichen Materialien Probedrucke geben. Entscheidende Faktoren sind u.a. Licht- und Farbechtheit sowie Lösungsmittelfreiheit – penetrante Ausdünstungen sind keinesfalls nicht zu akzeptieren. Zudem darf das Einrollen oder Zusammenlegen des Displays keine Knicke oder Risse im Druck hinterlassen. Einige Faltsysteme zeigen mit der Zeit unschöne „Linien“ entlang der Faltung.

Einfachheit trumpft

Rollbanner mit Prospekthalter

Ankommen, auspacken, loslegen … Wenn Sie keine Zeit für zeitraubende Experimente haben, sollten Sie ein System wählen, das sich kinderleicht und in Sekunden aufstellen lässt. Ideal für diesen Zweck: Rollbanner, bei denen der Werbebanner komplett im Fuß verschwindet. Die Rollmechanik macht’s möglich. Störende Aussteller gehören – zumindest bei Rollbannern – auch zur Vergangenheit. Gut so.

Nur keine flatterhaften Wesen

Ein schmaler Standbanner bietet bereits zwei Quadratmeter Angriffsfläche. Eine leichte Brise genügt, um Ihren schönen Standbanner ins Wanken zu bringen. Schon aus diesem Grund ist klar, dass leichte Standbanner nur für windfreie Innenräume geeignet sind. Für Outdoor-Veranstaltungen kommen dagegen bewegliche Pylone oder mobile Fahnen mit schwerem Fuß infrage.

Etwas standhafter sind Rollbanner mit breitem Standfuß oder Bannerstände mit rückseitig angebrachten Alu-Auslegern. Ein Ziegelstein, ein paar Akten, ein Wasserkasten oben darauf platziert und schon bleibt der Banner dort, wo er hingehört.

Licht sorgt für mehr Aufmerksamkeit

Kleine Spotleuchten am oberen Rand des Standbanners leuchten idealerweise die komplette Bannerfläche aus. Leider schwächeln hier so einige Systeme. Achten Sie bei der Auswahl unbedingt auch auf dieses Detail. Zwei Lampen mehr kosten nicht die Welt, bringen jedoch das entscheidende Quentchen mehr Licht am rechten Fleck.

Apropos: Lampen lassen sich idealerweise an jeder Stelle der oberen Querleiste befestigen. Nur dann gelingt es, punktgenaue Spots, z.B. auf Logos oder wichtige Bildelemente zu setzen.

Zubehör und Extras nicht vergessen

Ist eine Transporttasche oder, für größere Messe-Projekte, ein Rollcontainer dabei? Besser ist das schon – so lange das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Auch das Endformat des verpackten Messestandes ist enorm wichtig. Passt alles zusammen in einen VW Polo oder muss etwa ein ganzer Transporter nebst Ladepersonal gebucht werden? Hoffentlich nicht.

Lässt sich die Theke mit Sonnenschirm oder Überkopf-Werbeschild ergänzen? Auch in Wunschfarbe oder individuellen Format (z.B. in der Form eines Suppentellers mit einem, aus dem Bild heraus ragenden Löffelstiel)? Wenn ja, steht auch einer aufmerksamkeitsstarken Verkostung nichts mehr im Wege.

Stumme Helfer am Messestand

Prospekthalter am Rollbannerfuß

Können Sie den Rollbanner durch seitliche angebrachte Prospektständer und ohne viel Aufwand und hohe Kosten zum stummen Verkäufer verwandeln? Praktisch ist das schon – sofern das Handling stimmt. Beim Messeaufbau hat niemand Lust, Zeit und Nerven 1000 Schrauben anzuziehen. Auf abgebrochene Plastiknippel hat auch niemand Lust. Das heißt also: je einfacher und durchdachter der Aufbau vonstatten geht (auch für Laien), desto besser. Probieren Sie den Aufbau Zuhause aus, bevor sie damit auf Tour gehen.

Ehrlich kalkulieren

Erst wenn Sie wissen, wie Ihr neuer Messestand aussehen soll, vergleichen Sie die Preise (sonst vergleichen Sie doch nur Äpfel mit Birnen). Sind die Druckkosten inklusive oder müssen Sie hier noch mit kräftigen Aufschlag rechnen? Und hält der Anbieter auch die Versandkosten auf einem nochvollziehbaren Niveau? Wie viele Jahre Garantie räumen Händler oder Hersteller ein? Auch hier gibt es riesige Unterschiede.

MWST inklusive?! Fallen Sie nicht auf Online-Anbieter herein, die anstelle gesetzlich vorgeschriebener Inklusivpreises mit scheinbar niedrigen (Netto-)Preisen Interessenten über die wahren Kosten täuschen. Auch wenn Sie selbst Unternehmer sind gilt: Preisangaben im Internet müssen den Endpreis inklusive MWST nennen. (Ausnahmen dieser Preisverordnung gelten nur für Onlinehändler im B-to-B-Bereich, die sich von Ihren Kunden den Gewerbeschein zeigen lassen und die einen geschlossenen, mit Passwort geschützten Shop anbieten). Ein Link zu den Versandkosten unmittelbar neben der Preisangabe ist obligatorisch.

Der nächste Teil folgt ...

Spätestens jetzt stehen Sie vor der wichtigsten Frage: Woher kommt die Grafik? Wer ist für die Gestaltung zuständig und worauf müssen Sie dabei achten. Idealerweise gibt Ihnen der Händler eine Checkliste mit den wichtigsten Maßen und Fakten, die Sie bzw. Ihr Grafiker beim Entwurf des Layouts beachten müssen.

Falls Sie keine Werbeagentur / Grafik- und Text-Freelancer kennen, fragen Sie Ihren Wunschhändler nach einem Servicepartner, der die Gestaltung der Werbefläche fachgerecht für Sie übernimmt. Und natürlich freue auch ich mich über Ihre Anfrage.